Bestandteile eines Signals
verfügbarADR-016Ein Signal, das nur sagt: das Momentum war stark, ist keine Begründung. momentum_63 = 0,18 bei Gewicht 0,6 ist eine. eine. Jeder Bestandteil wird im selben Schreibvorgang festgehalten wie das Signal; eines ohne seine Bestandteile wäre ein halber Datensatz. Die Herkunft steht als eigene Spalte, nicht als Fußnote: Man muß sehen können, wann ein maschinell erzeugter Wert an einer Entscheidung beteiligt war — und bei einem Modellanteil stehen Modell- und Promptversion dabei. Heute ist jeder Bestandteil eine Regel.
Demodaten
verfügbarDer Befehl pnpm demo:seed legt ein Demodepot mit zwölf Papierhandel an. Kein Mock: Der Seeder schreibt als Anwendungsrolle durch den vollständigen Orderfluss und muss an jeder Bedingung des Schemas vorbei, FIFO eingeschlossen. Ein Seeder, der am Schema vorbeischriebe, erzeugte eine Oberfläche, die Daten zeigt, welche im Betrieb nie entstehen könnten. In PROD bricht er ab.
Gebühr am Handelsplatz
verfügbarADR-042Die Taker-Gebuehr gehoert zum Platz, nicht zum Instrument: Dasselbe Paar kostet an zwei Plaetzen Verschiedenes. Ist sie nicht hinterlegt, bricht ein Backtest ab, statt null einzusetzen — das Ergebnis waere sonst genau um den unbekannten Betrag zu gut, und an einem Backtest haengt ein Reifegrad. Der Papierhandel rechnet mit einem eigenen Kostenmodell und nicht mit dieser Gebuehr. Das ist gewollt, weil er eine Simulation ist — aber der Abstand ist gross genug, dass ein Papierlauf und ein Backtest auf demselben Instrument verschiedene Kosten annehmen. Wer das nicht weiss, sucht den Unterschied in der Strategie.
Handelsmodus
verfügbarDie Stufen sind BACKTEST → SIMULATION → PAPER → SHADOW → MANUAL_LIVE → AUTO_LIVE und werden der Reihe nach gegangen; ein Sprung wird abgelehnt. Der aktive Modus steht prominent in der Oberfläche und in jedem Handels-Audit-Eintrag. Wer nicht auf einen Blick sieht, ob er in Paper oder Live arbeitet, trifft irgendwann eine Entscheidung im falschen Modus.
Instrument eintragen
verfügbarInstrumente sind globale Referenzdaten — was ein Mandant einträgt, sehen alle. Deshalb wird geprüft statt geraten, und deshalb bleiben unbekannte Stammdaten leer.Steht ein Instrument noch nicht im Katalog, kann es beim Beobachten angelegt werden: Symbol, Name, Handelsplatz, Währung, wahlweise ISIN. Die ISIN wird auf ihre Prüfziffer geprüft — das Format allein fängt einen Zahlendreher nicht. Tickgröße, Lotgröße und Mindestmenge werden ausdrücklich NICHT abgefragt und bleiben leer: Die kennt erst ein Broker. Eine erfundene Tickgröße wäre schlimmer als eine fehlende, weil sie wie eine Angabe aussieht und eine Menge auf ein Raster runden würde, das es am Handelsplatz nicht gibt. Solange sie fehlen, ist das Instrument beobachtbar und nicht handelbar — einer Risikoprüfung fehlt dann die Eingabe, und eine fehlende Prüfung blockiert echtes Geld. Krypto ist dabei auf BTC und ETH begrenzt, nicht weil die Kursquelle mehr nicht könnte, sondern weil der Handelsumfang des MVP so festgelegt ist. Ändern darf die Liste, wer die Berechtigung `watchlist.manage` hat; Nur-Lesen-Rollen sehen sie, ändern sie aber nicht.
Marktdaten
verfügbarKurse kommen aus einer austauschbaren Quelle; die Handelslogik kennt keine konkrete. Angebunden ist bisher Krakens öffentliche Schnittstelle — ohne Zugangsdaten, nur lesend, für BTC und ETH. Für Aktien und ETFs gibt es noch keine Quelle: Interactive Brokers verlangt eine angemeldete Gateway-Sitzung. Diese Bestände erscheinen deshalb in der Liste, aber ohne Wert — ein erfundener Kurs wäre die einzige Alternative, und der wäre schlimmer als eine Lücke. Noch offen sind Zeitreihen im Parquet-Katalog, Handelskalender und Kapitalmaßnahmen.
Märkte
verfügbarDer Katalog war bisher nur ueber Umwege sichtbar: was man haelt, was man beobachtet, und beim Bestellen die Liste der Instrumente mit Kurs. Was es sonst gibt und warum es nicht geht, stand nirgends — man erfuhr es, indem man dagegenlief. Zwei Huerden stehen jetzt in einer Spalte: ein Platz ohne hinterlegte Gebuehr traegt keinen Backtest, und ein Instrument ohne Kursquelle laesst sich weder bewerten noch handeln.
Order von Hand aufgeben
verfügbarTRADING_SAFETY.md · Kein Weg am Risk Engine vorbei.Eine Order entsteht als OrderIntent, wird vom Risk Engine geprüft und nur mit gespeicherter ALLOW-Entscheidung abgesendet — die Datenbank erzwingt das zusätzlich mit einem Trigger, nicht nur der Code. Läuft sie durch, entstehen in derselben Transaktion Ausführung, Kosten nach Art getrennt, Wechselkurs, Journaleintrag, Lot und Position. Bricht irgendetwas ab, entsteht nichts davon halb. Nach dem Absenden steht jeder einzelne Befund da — auch die zwanzig, die noch niemand prüft. Eine Freigabe, die nur „erlaubt“ sagt, verschweigt genau das. Verfügbar ist heute der Papierhandel gegen den eingebauten Broker: Es bewegt sich kein Geld, aber Kosten, Spread und Slippage werden gerechnet. Für echtes Geld fehlen der Broker-Adapter (Phase 11/12), der Manual-Live-Workflow (Phase 22) und die zwanzig noch nicht umgesetzten Pflichtprüfungen — die blockieren Live von sich aus.
Papier-Broker
verfügbarADR-027Der eingebaute Broker macht drei Dinge bewusst nicht: Er erfindet keinen Kurs (ohne Kurs keine Ausführung, auch auf Papier nicht), er würfelt nicht (zweimal derselbe Auftrag ergibt denselben Kurs — sonst wäre kein Backtest mit einem anderen vergleichbar), und er führt eine Limit-Order nur aus, wenn das Limit hält. Kosten werden nach Art getrennt gerechnet: Kommission mit Mindestbetrag, Gebühren, Spread und Slippage. Die Zahlen sind Annahmen der Simulation und gehören dem Betreiber; eine Simulation ganz ohne Kosten wäre die gefährlichere Lüge, weil sie jede Strategie profitabel aussehen lässt, die häufig genug handelt. Was er nicht kann: Teilausführungen. Er füllt immer sofort und vollständig, ein echter Broker tut das nicht. Das ist die größte Lücke zwischen Simulation und Wirklichkeit — sie kommt mit Phase 8.
Papierhandel (Paper)
verfügbarIm Papierhandel läuft ein Auftrag durch dieselbe Kette wie ein echter: Signal, Absicht, Risikoprüfung, Order, Ausführung, Journal, Lot. Nur der letzte Schritt geht nicht an eine Börse, sondern an einen Simulator, der Gebühren, Spread, Slippage und Teilausführungen nachbildet. Es ist die Stufe, auf der eine Strategie beim Lügen ertappt wird, bevor sie Geld kostet. Nichts, was Sie hier sehen, hat einen Cent bewegt — und alles davon ist so entstanden, wie es auch echt entstünde.
Signale
verfügbarADR-054Ein Signal ist eine Meinung mit Begründung, kein Auftrag. Ob daraus eine Order wird, entscheidet das Risk Engine, und es sieht Dinge, die eine Strategie nicht sieht: Deckung, Gewichte, Handelsstopps, den Reifegrad der Strategie selbst. Deshalb steht auf dieser Seite das Ergebnis vor der Meinung. Am wichtigsten sind die beiden Fälle, die man sonst nirgends findet: ein Signal, aus dem keine Absicht wurde, und eine Absicht, die abgelehnt wurde — mit dem Grund. Eine Strategie, deren Meinungen alle im Nichts enden, sieht in einer Liste sonst genauso beschäftigt aus wie eine, die handelt.
Versionen vergleichen
verfügbarADR-076Zwei Läufe sind nur dann vergleichbar, wenn der Versuch derselbe war: dasselbe Instrument, derselbe Zeitraum, dieselbe Anzahl Kerzen, derselbe Gebührenanteil, dasselbe Startkapital. Weicht auch nur eine dieser Angaben ab, stehen die Zahlen zwar nebeneinander, aber ohne Sieger — der Unterschied gehörte dann dem Zeitraum oder dem Markt und nicht der Strategie. Genannt wird jede Abweichung einzeln, denn auf „nicht vergleichbar“ folgt immer die Frage, warum nicht. Fehlt einer Seite der Lauf ganz, ist die Differenz nicht null, sondern nicht vorhanden. Und die Differenz zweier Renditen sind Prozentpunkte, keine Prozent: Der Abstand zwischen 0,34 und 0,41 sind 7 Prozentpunkte; 7 Prozent von 0,34 wären 0,0238.
Automatischer Handel
Phase 23ADR-018Automatischer Handel ist ein Projektziel, aber nie global eingeschaltet. Er hängt immer an einem Mandat: einer befristeten Autorisierung für genau eine Kombination aus Mandant, Portfolio, Broker-Konto, Strategieversion, Modellversionen, Risk-Policy und Instrumentenliste. Ändert sich ein einziges dieser Elemente, erlischt das Mandat sofort. Die Asymmetrie ist der Rahmen: Einschalten verlangt Berechtigung, Step-up-Authentifizierung, Vier-Augen-Bestätigung und belegte Historie. Ausschalten verlangt niemanden. Und eine Suspendierung endet nie von allein — auch nicht nach einem Neustart.
Broker-Anbindung
Phase 11 (IBKR) und Phase 12 (Kraken)Die Handelslogik kennt keinen konkreten Broker, sondern nur die Schnittstellen BrokerAdapter, MarketDataAdapter, ExecutionAdapter und AccountAdapter. Dadurch ist ein Broker austauschbar, ohne die Strategien anzufassen. Zugangsdaten liegen verschlüsselt und niemals im Code. Abhebungen sind in keiner Ausbaustufe vorgesehen — es gibt dafür weder Domäne noch API noch angefragten Berechtigungsumfang.
Strategien
Phase 10Eine Strategie durchläuft DEVELOPMENT → BACKTESTED → VALIDATED → PAPER → SHADOW → LIVE_APPROVED → RETIRED. Die Version ist unveränderlich: Wer die Regeln ändert, erzeugt eine neue Version statt die alte umzuschreiben — sonst wäre jede Auswertung der Vergangenheit wertlos.